Was sind das eigentlich für Instrumente?
Das Tenorhorn und das Bariton sind weit mensurierte Blechblasinstrumente mit drei oder vier Ventilen, werden mit einem Kesselmundstück gespielt und gehören zur Familie der Bügelhörner. Die Grundrohrlänge ist bei beiden in B-Stimmung mit 266 cm identisch und damit etwa doppelt so lang wie die des B-Flügelhorns. Gelegentlich wird das Tenorhorn aufgrund dieser Verwandtschaft auch als „Bassflügelhorn“ bezeichnet. Das Tenorhorn glänzt durch Strahlkraft im Solo und das Bariton besticht durch Weichheit und klangliche Fülle.
Das Tenorhorn und das Bariton im Detail/Wissenswertes zu den Instrumenten:
Als Mitglieder der Bügelhorn-Familie weisen beide Instrumente eine konische Mensur auf. Das Tenorhorn besitzt jedoch eine engere Mensur als das Bariton, weshalb sich auf ihm höhere Naturtöne etwas besser erzeugen lassen. Sein Ton wird im Verhältnis zum Bariton in hohen Lagen als klanglich heller, klarer und stärker empfunden, was es im Blasorchester hervorragend für solistische Passagen eignet.
Das Bariton hingegen ist weiter mensuriert und hat einen stärker konisch verlaufenden Schallbecher. Dadurch klingt es im Vergleich zum Tenorhorn wesentlich wärmer, dunkler, voller und runder, wodurch es wunderbar mit dem tiefen Blech verschmilzt und dem Orchester ein weiches Fundament verleiht.
Der Tonumfang ist bei beiden Instrumenten gleich und reicht bei 3 Ventilen vom E bis zum d3 (und höher). Bei 4 Ventilen reicht er bis unter den 1. Naturton (ca. 58 Hz), dem Contra B (B1).
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